NOP 20166. Renntag – Bericht

Zu erst einmal Sorry dafür, dass die Veröffentlichung des Berichts „etwas“ gedauert hat, musste zwischendurch ein wenig Kollegen schulen durfte… und ich find es irgendwie doof dabei andere Sachen zu machen 😉

Ich habe es aber doch – wider erwarten – noch vor dem nächsten Rennen geschafft. Wenn auch nur knapp…

Der Tag fing für mich schon recht interessant an. Da mein üblicher Lieferservice ja schon ein paar Tage vorher Richtung Norden aufgebrochen ist musste ich mich morgens kurz vor sechs in die U-Bahn setzen und einmal quer durch Hamburg fahren… weckte Erinnerungen an alte Zeiten, bin glaube ich das letzte Mal in meiner Schulzeit um diese Tageszeit Bahn gefahren. Und man sieht immer noch die gleichen „Party-Reste“ 😉

Leider haben diesmal nur 21 Fahrer (1x K1, 12x K2 und 8x K3) den Weg nach Schleswig gefunden, beim letzten Rennen waren es noch über 30. Ich hoffe, dass beim nächsten Lauf in Lünebüttel wieder ein paar mehr Leutchen im Kart sitzen.

So konnte Paul als Einzelkämpfer bei den Dicken mitfahren und wir ganz entspannt in zwei Gruppen starten.

Auf der anderen Seite… man kommt dann natürlich eher nach Hause… hat auch was.

Zumal mich meine Wetter-App besch‘@%&$ hat. Die meinte, es würde im Laufe des Vormittags anfangen zu regnen. Ich hab mir daher meine Regenkombi angezogen – man will ja vorbereitet sein – und in dem strahlenden Sonnenschein geschwitzt wie ein Elch.

Meine Klamotten waren komplett durch.

Memo an mich: App deinstallieren!

Die Rennen selbst gestalteten sich extrem spannend da die Bahn uns eine ganze Reihe von ungefähr gleichwertigen Karts auf den Asphalt stellte. Nur die 2 und die 4 fielen etwas nach hinten raus, wobei bei der 4 laut Finn mangelnder Luftdruck die Ursache war. Nachdem er ein wenig Luft hat nachfüllen lassen konnte er auch mit dem Kart lange Zeit gut im Mittelfeld mithalten (fragt sich nur, warum das vorher keinem aufgefallen ist…)

Es gab aber 5 – 6 Karts mit denen man locker um den Sieg mitfahren konnte (wobei die 7 vielleicht einen klitze-kleinen Vorteil hatte).

In der Klasse 2 gab es daher in jedem Rennen enge, aber faire Kämpfe um die Spitze bei denen teilweise zwei, drei Fahrer gleichzeitig in die Kurve gingen und jeder kleine Fehler gnadenlos bestraft wurde.

Ich konnte leider nicht alle Rennen sehen da ich ja die Listen führen musste, aber das was ich gesehen habe… machte deutlich Lust auf mehr.

Fünf, teilweise mehr Karts bildeten eine dichte Spitzen-Gruppe und ein Ausreißen war nur möglich wenn die Fahrer dahinter sich im Zweikampf gegenseitig ausbremsten. Gesehen habe ich es nur einmal bei Nando.
Ansonsten klebten die wirklich direkt aneinander und in fast jeder Kurve probierte irgendein Fahrer etwas aus. Mal erfolgreich und mit Platzgewinn, mal nicht ganz so erfolgreich, dann waren oft gleich zwei Plätze weg.

Auch in der Klasse 3 gab es schöne Kämpfe, hier wurde aber grade auf den vorderen Plätzen teilweise gefahren wie die Axt im Walde.

Ich habe volles Verständnis dafür wenn jemand Kampflinie fährt um seine Position zu verteidigen – mache ich auch. Man muss aber den anderen Fahrern auch noch Luft zum Atmen lassen. Und wenn ich das mit Stefan hinbekomme der ja manchmal auch „etwas rustikaler“ unterwegs ist, sollte das eigentlich jedem anderen auch möglich sein.

Eine Linie – wie in Kampflinie – hat für mich was mit „grade“ zu tun, mit einer Linie, nicht einer Kurve.

Wenn sich auf der Graden vor der Steilkurve jemand breit macht und in der Mitte fährt – OK.
Wenn er am Ende der Graden wieder nach aussen auf die Ideallinie wechselt – Auch noch OK, man sollte aber vorher mal ein Auge riskieren, ob da nicht vielleicht schon ein Kart halb neben einem fährt um nicht einen anderen Fahrer auf die Wiese zu schicken oder zu Gewaltbremsungen zu zwingen.

Wenn aber jemand auf der Graden ständig die Spur wechselt, und – so wie es von hinten aussah – sogar immer vorher schaut auf welcher Seite der folgende Fahrer ist, da immer genau in diese Richtung gewechselt wurde… das hat für mich nichts mehr mit fairem Zweikampf oder Kampflinie zu tun. Ich konnte mich zwar einmal als lachender Dritte in der Steilkurve innen an den beiden Kampfhähnen vorbei pressen, musste aber vorher auf der Grade mehrfach hart bremsen da die beiden vor mir plötzlich wieder die Richtung wechselten oder selbst verzögerten. In der Formel 1 gib es hierzu klare Regeln. Ich glaube zwar nicht, dass wir das so bei uns umgesetzt bekommen (dann bräuchten wir deutlich mehr Streckenposten), aber wir sollten uns dringend mit diesem Thema beschäftigen weil es eine Gefährdung anderer Fahrer darstellt. Das hat – zumindest für mich – nichts mehr mit Zweikampf zu tun.

„Causing a collision“ oder „driving another driver oft he track“ sollten mit einer Durchfahrtsstrafe, oder 0 Punkten bestraft werden.

Dazu passt auch, dass genau die beiden Fahrer die sich hier in der Wolle hatten später für meinen Abflug in die Bande vor der Box verantwortlich waren.

Da versuchte einer den anderen als Revanche-Foul innen auf die Wiese zu schieben und fliegt dann quer über die Strecke direkt vor mein Kart. Bedeutete für mich statt Platz drei mit Chance auf mehr Platz sieben in diesem Rennen.

Oder nur ein Rennen später: Ich lasse Stefan innen den Platz und er zieht vorbei und Ronald presst sich in die Lücke mit hinein. Soweit alles OK, hätte ich wohl auch gemacht. Man sollte dann aber auch mal ein Äuglein riskieren und schauen ob man an dem anderen Fahrer wirklich schon vorbei ist bevor man zum Kurvenausgang ganz nach außen fährt. Ich hatte hier Glück, dass die Reifenstapel nicht fest im Boden verankert waren. So konnte ich nach dem zweiten Einschlag des Tages in diesem Stint zumindest über die Wiese wieder auf die Strecke kommen und keine weiteren Plätze verlieren.

Kommen wir zu den positiven Aspekten: Das Fahren an sich hat richtig Spaß gemacht. Dadurch das wir fünf bis sechs einigermaßen gleichwertige Karts hatten konnte man in jedem Rennen gut mitfahren wenn man sich auf seine Mühle eingestellt hatte.
So kam es wirklich auf’s Fahren an und nicht so sehr auf das Los-Glück am Anfang. Besonders gewöhnungsbedüftig war z.B. die 9 die ich im zweiten Stint fahren durfte.
Ich hab große Kulleraugen gemacht als ich in die Pole geschickt wurde weil es mir gar nicht so schnell vorkam und das Kart grade in der Steilkurve „etwas“ untersteuerte, aber erst beim Start bemerkte ich das eigentliche Problem von dem Kart:

Es kam komplett nicht aus dem Quark!

Sauber gestartet und das Pedal bis auf das Bodenblech runtergedrückt und trotzdem waren schon vor der ersten Kurve drei, vier Karts an mir vorbei. Sobald die Kiste erst einmal rollte war ich schnell wieder auf Platz drei und konnte das Tempo der beiden vor mir mehr als mitgehen. Wenn sie mich nicht in die Bande gerammt hätten wäre da wohl noch mehr möglich gewesen, man durfte nur in den Kurven nicht zu sehr vom Gas gehen.

Da man die meiste Zeit entweder jemanden direkt vor sich hatte der darum bettelte überholt zu werden, oder jemanden hinter sich hatte der ständig am Auspuff knabberte kam auf der Strecke keine Langeweile auf.

Richtige Abstände konnte man wie in der Klasse 2 nur herausfahren wenn man das Glück hatte, dass die Kollegen hinter einem sich in Zweikämpfen gegenseitig aufhielten, oder wenn man das Pech hatte eines der oben genannte „nichts ganz so leistungsstarken“ Karts zu fahren. Dann waren es halt „Abstände in die falsche Richtung“…

Ich hoffe, dass wir in Lüneburg ähnlich gut eingestellte Karts bekommen und die Kämpfe in der Klasse 3 dann etwas fairer geführt werden. Bis dahin…

3. Renntag der Division-2

Gestern abend wurden die Rennen 9 bis 12 der zweiten Division ausgefahren. In den ersten beiden Rennen zeigte das Generali-Team eindrucksvoll, daß es eigentlich in die erste Division gehört. Mit den beiden Siegen in ihren Rennen stehen sie mit 12 von bisher 12 möglichen Punkten verdient an der Spitze der Tabelle. Die Ergebnisse und Stände findet ihr wie üblich auf der Sprintcup-Seite.

Auch wenn noch der finale Renntag der Division-2 am 1.11.2016 aussteht: sie werden so gut wie sicher Sieger und damit am Ende noch ins C-Finale der Division-1 aufrücken. Enger geht es dagegen auf den folgenden Plätzen zu. Airbus-3 hat dort nur einen hauchdünnen Vorsprung vor dem Team SKF Marine 2. Hier entscheidet sich erst am 1.11., wer auf dem Podium links oder rechts stehen wird. Für das Team TeleTec dürfte dagegen der Zug in Richtung Podium abgefahren sein. Hier müsste schon noch ein glänzendes letztes Rennen am Finaltag passieren, um da noch etwas möglich zu machen.

Damit ist für die Division-2 das letzte Outdoor-Rennen für diese Saison zu Ende gegangen. Der finale Div-2-Renntag findet dann in der Halle statt. In 14 Tagen gibt es dann auch für die Division-1 die letzten beiden Outdoor-Rennen.

Die Teams von SKF Marine fuhren übrigens gestern mit Trauerflor. Einer ihrer Männer ist am letzten Wochenende tödlich mit dem Motorrad verunglückt.
Mopedfahren ist und bleibt gefährlich, als Biker musst Du eigentlich ständig auch für die anderen Verkehrsteilnehmer mit aufpassen. R.I.P.

NOP 2016 – Wertung letzter Renntag

Moin Hoschis!

Es hat beim letzten Mal jemand – berechtigterweise – darauf hingewiesen, dass es für die Wertung des letzten Renntages Sonderbedingungen gibt, die verhindern sollen, dass es durch Gastfahrer zu einer Wettbewerbsverzerrung in der Meisterschaftswertung kommt.

Der entsprechende Passus in der Rahmenausschreibung lautet wie folgt:

Bei allen Veranstaltungen des letzten Veranstaltungstages der Saison werden bei der Zuteilung der Meisterschaftspunkte nur die Teilnehmer berücksichtigt, die noch in der Meisterschaft gewertet werden können. Sollte die Klasse in Gruppen aufgeteilt werden, gilt dieses nicht. In diesem Falle sollte versucht werden, die Meisterschaftskandidaten in einer Gruppe fahren zu lassen.
(http://www.nord-ostsee-pokal.de/dokumente/2016/Rahmenausschreibung%202016.pdf auf Seite 10)

Da wir uns am 25.09. in Embsen absprechen wollen, wie wir das dieses Jahr handhaben wäre es vielleicht nicht verkehr, wenn sich der Eine oder Andere schon vorher ein paar Gedanken darüber macht.

Die große Frage hierbei ist nicht nur wie viele Fahrer kommen, sondern auch wie viele Karts die gleichzeitig auf die Bahn stellen können. Irgendwer hat behauptet es seien nur sechs, ich habe aber beim ersten Renntag in K3 neun Karts auf der Spur…

In K1 und K3 sehe ich da nicht sooo viele Probleme auf uns zukommen.
In K1 haben wir aktuell noch fünf Fahrer in der Wertung, in K3 elf. Selbst wenn die alle kommen sehe ich Chancen die alle gleichzeitig auf den Asphalt zu stellen.
In K2 sind es aber aktuell noch 20 Kandidaten, die würden wir beim besten Willen nicht gleichzeitig fahren lassen können.

Generell kann man natürlich – wie in der Rahmenausschreibung vorgeschlagen – in Gruppen einteilen, wir sollten aber vorher ein paar Sachen klären:

  • Was machen wir, wenn wir nur wenige Gastfahrer haben, damit aber trotzdem über die Anzahl der Karts kommen?
    Bsp.: es können max. 12 Karts fahren und wir haben 10 Meisterschaftskandidaten und 4 Gastfahrer.
    Machen wir dann zwei Gruppen wobei in einer Gruppe dann nur 4 Fahrer sind?
    Oder schließen wir die Gastfahrer in diesem Fall aus? (Würde ich nicht gut finden).
  • Wie verhalten wir uns, wenn wir in einer Klasse mehr „Meisterschaftsfahrer“ haben als in eine Gruppe passen?
    Losen wir, oder teilen wir in die Gruppen ein?
  • Wenn wir in einer Klasse „gemischt“ fahren (also Meisterschafts- und Gastfahrer in einer Gruppe), wie werden dann die Punkte für die Meisterschaft gewertet?
    Wenn also z.B. die ersten beiden Plätze von Gastfahrern belegt werden: Bekommt dann der „erste“ Meisterschaftsfahrer die Punkte für den dritten, oder für den ersten Platz?
    Die zweite Variante hat was, da grade am letzten Tag oft viele Gastfahrer aufschlagen, auf der anderen Seite haben wir auch an anderen Renntagen schon solche Cracks auf der Strecke gehabt die einem Punkte „geklaut“ haben…

Wäre schön, wenn ihr euch dazu ein paar Gedanken macht, damit wir am 25.09. gemeinsam eine Entscheidung treffen können und es am letzten Renntag nicht noch große Diskussionen gibt.

NOP 2016 – 6. Renntag – Ergebnisse

Moin Moin Leute!

Nach der Sommerpause waren wohl noch nicht alle wieder ganz da, daher hatten wir leider nur eine recht dünne „Belegschaft“. Dafür konnten wir den Renntag aber recht schnell und entspannt durchziehen… auch nicht verkehrt.

Und dies war der erste Renntag bei dem laaangsam das große Rechnen losgeht, denn alle Fahrer die an allen bisher stattgefundenen Renntagen teilgenommen haben, haben jetzt ihre ersten Streicher.

Und wer mit dem 6. Renntag nicht mindestens zwei komplette Renntage auf der Uhr hat geht nicht mehr in die Gesamtwertung ein, was mir ein wenig Platz beim Gesamtstand verschafft 😉

Hier für euch die Ergebnisse des Renntages als PDF: nop-kart-racing-2016-6-renntag

k1-r6-2016-09-11

k2-r6-2016-09-11

k3-r6-2016-09-11

Vorentscheidung in der Division-1

gestern abend hat sich in Bispingen die Division 1 gemessen und das Weiterkommen für deren Finalrunde festgelegt.

Ich habe jetzt die Ergebnisse erfasst und veröffentlicht auf der Sprintcup-Seite ( www.sprintcup-hamburg.de ).

Die beiden Vierten aus den Sub-Divisionen 1a und 1b (Telefonica-1 und -2) treffen den schlechteren der beiden Dritten (Eurogate-1) im ersten Rennen um den Einzug ins B-Finale.

Die beiden Zweiten (Airbus-1 und Airbus-2) treffen den besseren Dritten (TÜV) im zweiten Rennen um den Einzug ins A-Finale.

Die beiden Ersten der Sub-Divisionen (TeleAsse und Nestlé) haben sich schon für das A-Finale qualifiziert.

NOP 2016 – Fun-Race in Wittenburg

Sorry erst einmal, dass es so lange gedauert hat, musste ein wenig Geld verdienen um am 11.09 beim nächsten richtigen Rennen wieder mitfahren zu können…
Da ich ein Wittenburg-Jungfrau war – ich bin da tatsächlich noch nie gefahren – war der Gedanke dort mal ein paar Kreise in den Asphalt zu ziehen für mich natürlich gleich doppelt spannend, und das wir nicht „ganz“ so früh los mussten trug noch ein wenig zu meiner Begeisterung bei.

08:00 Uhr war Abholtermin, um 07:45 Uhr klingelt das Telefon: „Wo bist du?“
Keine Ahnung, was die geraucht haben…
Und da um diese Tageszeit die Strecke komplett frei war – abgesehen von ein paar unnötigen Baustellen – kommen wir wieder ratz-fatz durch und standen schon vor 09:00 Uhr an der Strecke… über eine Stunde zu früh.
Gut, als Veranstalter macht es schon Sinn früher da zu sein, aber: Kann mir einer erklären, warum wir immer dann, wenn wir bei unserer Abfahrtszeit einen kleinen Puffer einbauen glatt durchkommen und zu früh da sind, wenn wir aber „pünktlich“ losfahren steht irgendwo ein Auto im Weg und es wird – wenn wir Glück haben – eng?
So hatten wir aber zumindest Zeit für eine entspannte Streckenbegehung.
Sah zwar aus der Entfernung durch das hohe Gras und die wirren Reifenstapel „etwas“ unordentlich aus, ist aber eine interessante Mischung aus schnellen und langsamen Passagen (was allerdings, wie wir später feststellten, keinen Unterschied machte).
Schon als wir von der Box auf die Strecke schauten sahen wir, dass das Fahren durch einige feuchte Stellen interessanter gestaltet werden würde, als wir aber bei der Begehung über die Reifen hinweg die eine Kurve im Infield sehen konnten… bzw. sehen konnten, wo sie unter dem kleinen See eigentlich sein müsste … kam doch schon ein wenig Schweiß auf die Stirn.
An anderen Stellen waren feuchte Stellen oder kleine Pfützen durch Wasser das von der Skipiste runtertropft, aber die Kurve stand komplett unter Wasser und es wurde von oben fleißig nachgeschenkt.

Was ein Glück, das ich meine Regenkombi dabei hatte.
Die Jungs von der Kartbahn haben zwar noch versucht das Wasser von der Strecke zu bringen, waren aber chancenlos.
Nach und nach trudelte das restliche Volk ein, so dass wir kurz vor dem Start 12 Fahrer hatten die wir in Zweier-Teams einteilten. Und als wir damit fertig waren kam Andreas wie üblich als Letzter auf die Bahn und musste so ein Ein-Mann-Team mit sich selbst bilden.
Merke: Zu spät kommen kann auch seine Vorteile haben!
Wir uns also eingepackt und in die Karts gerollt und ab auf die Strecke… und spätestens bei der vorhin erwähnten Kurve mit der Mecklenburger Seenplatte blieb fast jeder Fahrer stehen da Wasser in den Motor lief.
Das sah nicht gut aus.

Nachdem wir alle die Karts warmgefahren hatten – oder zumindest das, was man bei dem vielen Stillstand warmfahren nennt – ging es in die Box wo schon jemand mit Akkuschrauber und ein paar zugeschnittenen Teppichresten bereit saß um ein Lätzchen hinter den Motor zu dübeln.
Sowas hat in Lüneburg auch geholfen.
Nachdem man dann mit vielen umständlichen Erklärungen den Rastafari von der Bahn mit seinen Zetteln komplett verwirrt hatte (war glaub ich nicht schwer, aber die Jungs haben sich wirklich Mühe gegeben mit Gruppe A und B etc.…) ging es in die Karts und auf die Strecke.
Leider hat man mein Kart auf Grund der guten Quali-Zeiten vor dem Rennen noch weiter gedrosselt, sodass das Feld schon am Start fast geschlossen an mir vorbeirauschte.
Und die allgemeine Drosselung der Karts ist nach meinem Dafürhalten mit das größte Problem der Bahn.
Die Bahn preist 8,5 PS-Karts an, hat die aber extrem weit runtergeregelt, damit auch Freizeit-Fahrer in jedem Fall unfallfrei um die Ecken kommen.
Während man in den ersten Runden in den feuchten Kurven vielleicht noch lupfen musste um sauber rumzukommen war die Strecke schon nach den ersten 15 Minuten so trocken das man da mit Vollgas rumnageln konnte. Teilweise gab es dann einen kleinen Drift, den man aber mit etwas Popo-Meter gut ausgleichen konnte, aber ansonsten konnte man dann auf der gesamten Strecke Vollgas fahren – Ausgenommen das Wasserloch in der Mitte.
Und wenn man sich die Ergebnisse anschaut konnte man auch mit allen Karts annähernd identische Zeiten fahren. Es gab also nur Unterschiede wenn ein Fahrer wirklich schlecht fuhr, oder wenn er mit dem Wasser-Hindernis mehr Probleme hatte als andere.

Diese ‚Pfütze‘ hatte es aber wirklich in sich. Eine 180° Kehre die über die gesamte Kurvenfläche nass war. Nicht feucht, nass!
An einigen Stellen stand das Wasser mehrere Zentimeter hoch. Glücklicherweise war die Anbrems-Zone komplett trocken, es kam also im ersten Schritt darauf an, wie man in diese Kurve reinfährt. Man musste vorher fast komplett runterbremsen und wenn möglich schon vor der Kurve „um die Kurve gefahren sein“, damit man gleich in Fahrtrichtung in das Wasser eintaucht.
Trotzdem war ich schon in dieser Kurve fast immer am Schwimmen und musste mich teilweise an der Bande anlehnen.
Noch schlimmer war dann aber die ein paar Meter weiter folgende nächste 180° Kehre. Eigentlich ein Kinderspiel, da komplett trocken und so weit, was man da mit einmal anreißen voll rumfahren könnte. Betonung liegt hier auf könnte, da die Reifen durch die Pfütze noch so nass waren, das man keinerlei Halt auf dem Asphalt hatte.
In dieser Ecke habe ich mal 10 Meter verloren, mal einen Fahrer überholt, je nachdem wie ich sie getroffen habe. Meist hatte ich Null Grip auf den Rädern und bin im Freiflug um die Ecke gedriftet.
Wenn die es hinbekommen statt sieben 12 – 15 gleiche Karts auf die Bahn zu bringen und die Drosselung rausnehmen… wäre die Strecke eine Alternative für die nächste NOP-Saison.
Wenn man statt der bei uns angelegten 4.100 Umdrehungen 4.500 (die noch letzte Woche drauf gewesen sein sollen) oder mehr eingestellt hätte…
Dann wäre es mit „Mit Vollgas um jede Kurve“ aus gewesen. Man hätte tatsächlich eine Linie und Bremspunkte finden müssen, was das Rennen dann gleich um einiges interessanter gemacht hätte.

So war es eine ‚Kart-Massage‘, da man durchgehend am Begrenzer fuhr.
Trotzdem hatte – glaube ich – jeder der Anwesenden viel Spaß, wozu auch die Tatsache beigetragen hat, dass die Jungs was die Zeitplanung betrifft relativ entspannt waren.
Die Bahn sollte an diesem Sonntag eigentlich erst um 13:00 Uhr öffnen und man hat uns – obwohl wir nur eine Stunde gebucht hatten – einfach bis 12:30 Uhr eingeplant. Und so lange durften wir auch für den Preis einer Stunde auf der Strecke bleiben. 2 ½ Stunden für den Preis von einer ist – trotz der Unterbrechungen wegen ausgehenden Motoren und langen Erklärungen am Anfang – immer noch eine super Sache.

Als Fazit kann ich nur sagen: Hat richtig Spaß gemacht, können wir gern wieder machen!
Und dann gern mit mehr und ungedrosselten Karts (sieben Karts auf 1.100 Meter Strecke ist doch recht übersichtlich…)

NOP 2016 – 3. Renntag – Ergebnisse

Hallo ihr Heizer!

Ich hoffe es hat sich gestern keiner von euch einen Sonnenbrand oder Hitzschlag eingefangen.
Carsten hatte zur Siegerehrung hin schon „leicht“ mit dem im Kreis laufen zu tun – man soll halt mit so wenig Haaren nicht ohne Kopfbedeckung draußen rumlaufen.

Ich hab schon den Vorschlag gemacht das nächste Mal einen der großen Wasserwerfen von einem Acker in der Nähe zu besorgen, dann könnten wir uns abkühlen und auch gleich die Strecke „interessanter“ gestalten 😉

So war es auf jeden Fall ein klasse, fairer Renntag mit jeder Menge enger Kämpfe auf der Strecke.

Den Gesamtstand findet ihr hier.

k1-r3-2016-07.24

k2-r3-2016-07.24

k3-r3-2016-07.24

NOP 2016 – 5. Renntag – Bericht

Kartfahren in Lüneburg ist immer wieder schön!

Diesmal gab es allerdings einen deutlichen Grauschleier in der Begeisterung.

Mit 35 Fahrern (5 Halbhohe, 19 Mittelgewichte und 11 Sumos) war die Strecke gut belegt und auch das Wetter spielte gut mit – hatte wohl gehört, dass wir nach der Siegerehrung den Grill anwerfen wollten.

Ich hätte mir zwar – wie immer – ein paar Regentropfen (Die Kombi war dabei), aber bei Sonne fahren ist auch nicht verkehrt.

Die Klasse 1 war diesmal wieder gut besetzt und sehr fair unterwegs und auch sehr ausgeglichen.

Miguel konnte zwar mit einem 10 Punkte Vorsprung den ersten Platz sichern, aber Tristan als kompletter Neuling auf der Strecke (er ist bisher nur Kart-Slalom gefahren) hat im dritten Lauf durch einen Frühstart eine bessere Platzierung vergeben und musste mit Platz 2 vorlieb nehmen.

Dahinter tummelten sich Julius, Paul und Finjo und lagen punktgleich nur zwei Zählerchen hinter ihm.

Viel enger und ausgeglichener geht nun wirklich nicht.

Kommen wir zum ersten deutlichen Grauschleier:

Gleich im ersten Lauf gab es einen richtig harten Einschlag mit einem Verletzten der den Renntag abbrechen musste und sich im Krankenhaus wiederfand.

Das ist an sich schon hart, aber wenn man dann noch hört, dass der Einschlag erst nach der Ziellinie kam, also da, wo man eigentlich nur noch ganz entspannt Richtung Box segelt ist es doppelt bitter.

Auch auf diesem Wege ein ToiToiToi an Marian, das er bald wieder fit ist.

Ich hab den Einschlag selbst nicht gesehen, da ich grade am Zahlen eingeben war, weiß daher auch nicht wer ihn da abgeschossen hat, habe aber von Carsten gehört, dass es ein eigentlich braver, gesitteter Fahrer war bei dem einfach die Bremse versagte.

Ob es an diesem Schock lag, oder einen anderen Grund gab kann ich nicht sagen, aber danach habe ich in der Klasse 2 nur noch harte, aber – relativ – faire Kämpfe gesehen.

Ich sage hier absichtlich nicht Zweikämpfe.

Ihr denkt, dass die Kurve an der Box mit zwei Karts schon eng wird? Dann fragt mal die Kollegen, die da mit fünf Karts durchgerauscht sind.

Oder das man mit einer Dreiergruppe zwischen der Kurve im Infield und dem Eingang des Schlenker Richtung Start und Ziel 7 – 8 Positionswechsel hinbekommt, und zwar fast ohne Berührung. Das war schon ein schönes Fahren was die Jungs da gezeigt haben.

Am Ende konnte sich Alex – trotz des falschen Karts – den Tagessieg vor Jan und Marco sichern.

Ups, hab grade gemerkt, das Nando genau punktgleich mit Marco ist, und auch genau die gleichen Platzierungen herausgefahren hat… gab also doch eine Änderung auf dem Treppchen… Mal Carsten fragen, wie wir das jetzt noch klären.

Kommen wir zu den Sumos, und hier wurde von einigen Leuten gefahren wie offene Hose.

Schon im ersten Rennen ging es ganz entspannt los. Start und in der ersten Kurve Wuling hoch drei. Ich konnte mich dadurch gut nach vorn arbeiten und war in der langen Graden unter den ersten Drei und auf dem Weg weiter nach vorn.

Leider hat der Kitzmann meine 100+ Kilo übersehen und mich fliegen geschickt.

Wir waren direkt vor der Schikane Rad an Rad nebeneinander und er zieht nach rechts. Ich konnte da nur noch die Curbs hochfahren. Ich hab Pilotenmässig das Grüne nicht berührt und bin am Ausgang der Schikane wieder auf dem Asphalt gelandet.

War weder gut für mich noch für das Lenkgestänge, als ich wieder gradeausschauen konnte waren Linkskurven – und davon gibt es in Lüneburg kaum welche – nicht mehr sauber fahrbar.

Dafür konnte ich mir die Kämpfe auf den vorderen Plätzen anschauen, und da wurde wirklich um jeden Zentimeter gekämpft, und das ging in den nächsten Läufen genauso weiter.

Wenn selbst Carsten sagt „ich bin zwar schneller, aber da halte ich mich raus“ will das schon was heißen.

Soweit ich das von den billigen Plätzen beurteilen konnte wurde da zwar nicht die Blutgrätsche ausgepackt, aber dem Gegner Luft zum Atmen lassen sieht anders aus. Eher wäre hier der eine oder andere Einschlag zu erwarten gewesen, als das auch nur einer zurückgezogen hätte.

Ich hoffe, dass die Jungs sich bis zum nächsten Stint etwas entspannen und es dann auf der Strecke wieder etwas lockerer zugeht. Nichts gegen gesunden Zweikampf, aber bitte ohne Messer hochkant zwischen den Zähnen.

Kommen wir wieder zu angenehmeren Themen: Da die Sonne mit uns war, war das Grillen ein schöner Abschluss des Tages.

Carsten hatte schon während der letzten Stints eingeheizt und so flogen gleich nach der Siegerehrung die ersten Würste und Fleischstücke auf das Rost.

Ich hatte eigentlich gehofft, dass wir alle zusammensitzen können, aber dafür waren wir einfach zu viele. Und das direkt nach uns die Deutsche Leihkart Meisterschaft auf die Strecke ging sorgte zwar für gute Unterhaltung beim Futtern, es wuselten aber noch mehr Leute zwischen den Tischen rum.

Trotzdem eine schöne Sache und es dürfte jeder mehr als satt geworden sein, den – wie üblich – hatten wieder Viele viel zu viel mitgebracht (Alex dürfte die nächsten Wochen Salate essen).Ich verdaue auf jeden Fall immer noch, hab wieder viel zu viel gegessen.

Ich reiche hier mal den Vorschlag ein, dass wir das nächstes Jahr wiederholen. Am Besten zum letzten Rennen vor der Sommerpause, dann sollte es mit dem Wetter klappen und wir haben einen runden Abschluss der ersten Saisonhälfte. Und nach der zweiten treffen wir uns zum Grünkohl … Hört sich für mich nach nem Plan an.

In diesem Sinne hoffe ich auf zahlreiches Erscheinen am 24.07., auf einen entspannten Start in die Sommerpause

 

NOP 2016 – 5. Renntag – Ergebnisse

Hallo ihr Renn-Mäuse!

Mit einem Tag Verspätung die Ergebnisse des 5. Renntags des NOP 2016.

Kleiner Hinweis vor den Ergebnissen:
Mir ist bei der Berechnung der Tages-Ergebnisse ein Fehler unterlaufen. Ich hatte Alex zwar für  Zahlenschwäche 0 Punkte gegeben, aber verplant die anderen Fahrer jeweils einen Platz hochzuziehen.

Habe das dann in der Tabelle nachgepflegt. Es gab dadurch ein paar Verschiebung, aber nur auf den Plätzen im Mittelfeld, nix was das Treppchen und die anschließenden Plätze betrifft.

Nach dieser langen Vorrede hier einmal die Ergebnisse des Renntages als PDF und darunter als Tabelle.

Bericht folgt sobald ich es schaffe, ich möchte aber die Gelegenheit nutzen und Marian eine gute Besserung wünschen.

NOP-Kart-Racing-2016-5.Renntag

k1-r5-2016-07-10

k2-r5-2016-07-10

k3-r5-2016-07-10